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Newsletter Nr 2/2019: Zuwanderung aus der Europäischen Union
Sehr geehrte Damen und Herren,  
 
                                                                    

wir begrüßen Sie herzlich zu unserer neuen Ausgabe des „Make it in Germany“-Newsletters. Bleiben Sie auf dem Laufenden zu den wichtigsten Entwicklungen im Themenfeld der Fachkräfteeinwanderung in Deutschland. Ihr „Make it in Germany“-Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!
In dieser Ausgabe finden Sie: 
  • Im Fokus: Zuwanderung aus EU-Staaten
  • Zahl des Monats: Europawahlen in Deutschland
  • Neues auf „Make it in Germany“:  
    • Ihre Meinung ist gefragt: Nutzerumfrage auf „Make it in Germany"
    • Kurzinformationen auf Koreanisch
    • Checklisten zur Einreise nach Deutschland 
  • Gastbeitrag: Die Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer stellt sich vor

Im Fokus

Zuwanderung nach Deutschland aus den EU-Staaten

Zahlreiche Menschen aus anderen Teilen der Welt möchten aus verschiedenen Gründen in Deutschland leben. Aktuelle Daten vom Ausländerzentralregister (AZR)[1] zeigen, dass das Wanderungsgeschehen in Deutschland stark mit der Freizügigkeitsregelung innerhalb der Europäischen Union (EU) zusammenhängt.

Deutschland ist beliebtestes Einwanderungsland in der EU

Im Jahr 2017 wanderten nach Schätzungen von Eurostat insgesamt 4,4 Millionen Menschen in einen Mitgliedstaat der Europäischen Union ein. Gleichzeitig verließen 3,1 Millionen Auswanderer ein EU-Land.  Mit über 917.000 Zuzügen entfiel der größte Teil der Einwanderer auf Deutschland[2]. Damit ist die Bundesrepublik das beliebteste Zielland unter den EU-Mitgliedstaaten. Zweitbeliebtestes Einwanderungsland ist Großbritannien, gefolgt von Spanien und Frankreich. Dabei sind sowohl Personen aus anderen EU-Mitgliedstaaten eingewandert, Personen aus Drittstaaten, rückkehrende EU-Bürger sowie Staatenlose.  

Auch innerhalb der EU-Binnenmigration fällt das Ergebnis ähnlich aus. Wie das BAMF berichtet, sind 2017 fast 635.000 EU-Bürger nach Deutschland zugezogen[3]. Damit ist Deutschland auch unter den Unionsbürgern das beliebteste Einwanderungsland.




Auch die aktuellsten Entwicklungen zeigen, dass die Zuwanderung von Unionsbürgern bislang anhält. Im ersten Halbjahr 2018 wurden insgesamt 316.600 Zuzüge nichtdeutscher Unionsbürgern nach Deutschland registriert[5]. Dies ist ein Anstieg um 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Liste der Top 10 EU-Herkunftsländer führt Rumänien mit 102.352 zugewanderten Personen an. Wie in der Tabelle deutlich wird, ist diese Gruppe auch in den letzten Jahren am stärksten gewachsen. Die zweitstärkste Gruppe bilden Personen aus Polen (58.571 Personen), gefolgt von Staatsangehörigen Bulgariens (32.797 Personen), Kroatiens (24.231) und Italiens (21.723).
Als Unionsbürgerin und -bürger in Deutschland arbeiten

Im Gegensatz zu Personen aus Drittstaaten, sind Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten freizügigkeitsberechtigt. Damit können sie ohne Einschränkung einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachgehen (§2 Abs.2 FreizügG/EU).

Durch die EU-Freizügigkeit werden in der Regel die Grenzen innerhalb der EU, mit Ausnahme weniger Länder, nicht mehr kontrolliert. EU-Staatsangehörige benötigen daher kein Visum zur Einreise nach Deutschland und können sich hier niederlassen. 

Ab einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten in Deutschland, müssen sie jedoch nachweisen, dass sie erwerbstätig oder arbeitsuchend sind, oder über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um in Deutschland zu leben (z.B. über eine regelmäßige Rente aus einem EU-Staat). Bei unfreiwilliger Arbeitslosigkeit bleibt das Freizügigkeitsrecht für 6 Monate unberührt und verleiht Unionsbürgern und deren Familienangehörigen während dieser Zeit ein Bleiberecht (§2 Abs.3 FreizügG/EU).

Unterstützungsangebote: Das EURES-Netzwerk

Um die Arbeitnehmerfreizügigkeitsrechte in der Praxis zu stärken, wurde das Europäische Netz der Arbeitsverwaltungen EURES (European Employment Services) gegründet. Auf dem EURES-Portal finden Arbeitsuchende aus EU-Staaten detaillierte Informationen zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen in den jeweiligen anderen Ländern. 

Zahl des Monats

Am 26. Mai 2019 findet die Europawahl in Deutschland statt. 3,9 Millionen der in Deutschland lebenden EU-Bürgerinnen und -Bürger sind wahlberechtigt. (Quelle: Der Bundeswahlleiter, 2019) 

Darüber hinaus haben auch Arbeitgeber die Möglichkeit, ein eigenes Arbeitgeberprofil zu erstellen und ihre Stellen europaweit zu bewerben. So können Arbeitsuchende nach Stellenangeboten in der EURES-Datenbank für alle EWR-Länder suchen oder dort ihren Lebenslauf hinterlegen, wenn sie an einer Beschäftigung in einem anderen EWR-Land interessiert sind. Das EURES-Netzwerk hat so zum Ziel, grenzüberschreitende Bewerbungs- und Matchingprozesse auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu unterstützen.  

Neues auf „Make it in Germany“

Nutzerumfrage auf „Make it in Germany" 

Haben Sie Anregungen zu „Make it in Germany"? Dann ist Ihre Meinung ist gefragt! Nehmen Sie an der aktuellen "Make it in Germany" Nutzerumfrage teil. Sie dauert nur fünf Minuten und Sie helfen uns, das Portal für Sie weiterzuentwickeln. Hier geht es zur Umfrage

Kurzinformationen auf Koreanisch

Wussten Sie, dass Staatsangehörige der Republik Korea visafrei nach Deutschland einreisen können? Solche Informationen und weiteres zu Karriere, Arbeiten oder Studieren in Deutschland sind nun auch in kurzer Form auf koranisch verfügbar. Hier gelangen Sie zu der koreanischen Seite.

Checklisten zur Einreise nach Deutschland 
Mit den „Make it in Germany“ Checklisten erhalten Zuwandernde einen Überblick über alle wichtigen Schritte, um nach Deutschland einzureisen. Die Checklisten richten sich an Fachkräfte, Studierende oder Auszubildende aus der Europäischen Union und anderen Staaten. Laden Sie hier die Checklisten herunter

Gastbeitrag 

Die Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer stellt sich vor 

 „Arbeitnehmerfreizügigkeit und faire Arbeits- und Lebensbedingungen sind für Unionsbürgerinnen und Unionsbürger zentrale Grundrechte! – Überall in der Europäischen Union.“, so die Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Genau das wird in der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer (EU-GS) umgesetzt, welche in 2016 auf Basis einer EU-Richtlinie 2014/54 institutionell bei der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt verankert wurde. Die EU-GS hat das Ziel, die Rahmenbedingungen zu verbessern, die es EU-Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmern möglich machen, ihre Rechte tatsächlich wahrzunehmen. Dabei wendet sie sich zum einen an die Unionsbürgerinnen und -bürger und deren Familienangehörige in Deutschland und zum anderen an die Fachleute der existierenden Beratungsstrukturen. Auf der elfsprachigen Homepage finden sich neben Informationen auch detaillierte Übersichten und praktische Tipps zum Aufenthaltsrecht, zur Arbeitswelt, zum Bildungssystem und zu den Sozialleistungen in Deutschland sowie ein Behördenwegweiser, der den Einstieg in die „Welt“ der Verwaltung erleichtert.


Eine spezielle Beratungsstellensuche ermöglicht über eine interaktive Deutschlandkarte eine wohnortnahe Suche, differenziert nach den angebotenen Beratungssprachen und Beratungsthemen. Darüber hinaus können sich sowohl Unionsbürgerinnen und -bürger als auch Mitarbeitende der Beratungseinrichtungen direkt mit ihren konkreten Anliegen an die EU-GS wenden.

Die EU-GS möchte mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass das EU-Grundrecht auf Freizügigkeit umgesetzt wird sowie faire Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland Realität werden.

Kontakt: 
Besuchen Sie die Homepage unter www.eu-gleichbehandlungsstelle.de, um mehr über die Arbeit der EU-GS zu erfahren oder nehmen Sie bei Fragen über folgende Adresse Kontakt auf:

Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer
Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
Bundeskanzleramt

Postanschrift: 11012 Berlin
Besucheranschrift: Kapelle-Ufer 2, 10117 Berlin
Email: info@eu-gleichbehandlungsstelle.de


Quellen: 

[1]Das Ausländerzentralregister (AZR) ist eines der größten automatisierten Register der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. In diesem Datenbestand werden Daten von Ausländern gespeichert, die sich längerfristig (mehr als 90 Tage) in Deutschland aufhalten.

[2]Quelle: Eurostat, März 2019: https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/pdfscache/1275.pdf 

[3]BAMF (2019): Freizügigkeitsmonitoring – Migration von EU-Bürgern nach Deutschland- Jahresbericht 2017: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/freizuegigkeitsmonitoring-jahresbericht-2017.pdf?__blob=publicationFile

[4]Stichtag der Zählung ist der 30.06.2018; Quelle: Zahlen des Ausländerzentralregister zitiert in: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), 2019: Freizügigkeitsmonitoring. Migration von EU-Bürgern nach Deutschland, Bericht für das erste Halbjahr 2018, http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/freizuegigkeitsmonitoring-halbjahresbericht-2018.html;jsessionid=711127F52778F9985771657EDD9EBD75.2_cid359?nn=11263428 

[5]Zahlen des Ausländerzentralregisters zitiert in: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), 2019: Freizügigkeitsmonitoring. Migration von EU-Bürgern nach Deutschland, Bericht für das erste Halbjahr 2018 (s.o.)


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